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oneblockwest

 

thomas borgmann / reggie nicholson - drums / bernard santacruz- bass

 

regarding the release of nasty & sweet (bmn-trio, nobusiness-records),
we set up this new trio; available for concerts in July, August, November, December 2013

Bernard Santacruz is the new bass in this trio. There is a long ongoing connection to him, not at least 'cause his intensive work & productions with Denis Charles, Frank Lowe, Charles Tyler ...

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recently in concert: boom box

"... ich war gespannt, ob die band live auch so leicht spielt. dass es jetzt endlich mal wieder eine sorgfältig aufgenommene, schön gestaltete cd dieser band gibt, bei einem guten label, ist ja die eine sache.
dass man ab und zu die musiker in berlin (viel zu selten) in einem kleinen club hören kann (obwohl sie alle in berlin leben) die andere: schön, aber durchaus nicht selbstverständlich. aber was heißt das konkret, wenn man nach einer anstrengenden woche und einem langen bürotag in diesen merkwürdigen keller geht, draußen hat der berliner winter nochmal zugeschlagen, der rotwein ist nicht gut und die anmoderation nicht gerade enthusiastisch? "jetzt gibt's jazz."

konkret heißt das: vom ersten ton an gefangen zu sein, mitzugehen mit dem, was die drei da machen. hat mit den kompositionen der cd erst mal nichts zu tun, "kompositionen" ist ja sowieso hier ein falsches wort.
ein langer, zurückhaltender bogen zunächst, gefühlvolle melodieverschiebungen des tenorsaxophons, traumhafte harmonische einbettung durch andos bass, atmosphärische perkussion von kellers. ganz zurückhaltend, suchend, ganz eindeutig in einer afroamerikanischen tradition, mit der alle drei sich sehr gut auskennen (borgmann hatte mit denis charles und wilber morris ein trio, hat in den usa mit william parker gespielt, charles gayle und vielen anderen; ando war lange bassist von cecil taylor; kellers hat mit gayle und frank wright gespielt).

hier geht es nicht um jazz als (erlernbare) sprache, sondern um eine suche, eine erweiterung, eine überwindung von formeln und methoden. so dass man beim gefühl anlangt, bei impulsen und energien.
das zweite stück ist dann von der cd und jetzt fliegt es auch wie dort, mit borgmann im fliegenden wechsel seiner saxophone, mit dem verschroben originellen swing, den kellers drauf hat, den man nicht lernen kann. grandioses bass-solo, grandioses drumsolo (mit gong, daumenklavier und 30 jahre spielpraxis).

nach der pause vertraut die band dann der so aus den handgelenken fließenden leichtigkeit nicht mehr und geht auf risiko. ein gefühlt 30minütiges solo von borgmann auf vier verschiedenen instrumenten (vielleicht habe ich da gerade die kirk-brille auf?), dann, am ende noch ein ganz leichter shuffle zu zwei akkorden auf der mundharmonika. zuletzt landet man beim einfachsten.

schade, dass boom box so eine ausnahmemusik machen und damit recht alleine dastehen. ohne es zu wollen, vermutlich. ist schönheit in der musik ein spezialistenthema? oder bringe ich das zu einfach zusammen - schönheit und diese musik? für mich ist das, was die drei da gestern abend gespielt haben, ziemlich genau das, weshalb ich "jazz" höre..."
~ found comment on www.jazzpages.com

 

 

not quite new...but nice...reviews found +/-

 

 

 

© thomas borgmann 2012 | impressum